Schminken für den Bühnenauftritt

Larissa
Nun widmen wir uns dem Thema Make-Up. Lasst euch nicht von der Angst vor einem zu „bunten“ Look zurückhalten. Ein Tages-Make-Up auf der Bühne wirkt oft blass und unscheinbar. Habt den Mut, Farbe zu verwenden und euch kräftig zu schminken. Es ist besser, etwas mehr aufzutragen als zu wenig ;-).

Vergesst keinesfalls eure Augenbrauen, ihr würdet nicht glauben, wie sehr sie den Gesichtsausdruck beeinflussen. Der Betrachter mag es zwar meist unbewusst wahrnehmen, dennoch hängt viel davon ab.

Große Augen sind erstrebenswert. Bei kleinen Augen empfehle ich, auf eine schwarze Umrahmung zu verzichten und stattdessen weißen Kajal zu verwenden, um die Augen größer wirken zu lassen.

Abschließend möchte ich euch den Tipp geben, bei fettiger Haut ein „Anti Shine“ zu verwenden, da Puder allein nicht ausreicht.

Es gibt spezielle Produkte für das Schminken, wie zum Beispiel von Grimas. Auch Kaufhäuser und Parfumerien bieten hochwertige Produkte von ArtDeco an. Zur Abdeckung von Hautunreinheiten empfehle ich spezielle Camouflage, die nach dem Auftragen mit losem Puder fixiert wird. Für kleinere, rote Stellen habe ich gute Erfahrungen mit dem grünen Camouflage-Stift von ArtDeco gemacht. Grün neutralisiert das Rot und deckt zuverlässig ab.

Kostümkauf

An dieser Stelle möchte ich euch einige nützliche Tipps für den Kostümkauf mit auf den Weg geben.

Larissa
Rock: Achtet darauf, den Rock nicht zu kurz zu wählen. Er sollte zwar nicht bodenlang sein, jedoch definitiv über die Knöchel reichen. Ein knöchelfreier Rock ist keine empfehlenswerte Option. Ein übermäßiger Blick auf die Füße der Tänzerin wirkt nicht ästhetisch. Eine gute Faustregel ist, dass der Rock bis zum Spann reichen sollte.

Nicht jeder Tänzerin steht ein weiter oder enger Rock gleichermaßen. Seid ehrlich zu euch selbst und wählt das Kostüm entsprechend. Das schönste Kostüm verliert an Wirkung, wenn die Tänzerin darin nicht zur Geltung kommt.

Kaschierung des Bauchs: Bitte verzichtet darauf, BHs zu wählen, die den Bauch mit Perlensträngen verdecken. Viele mögen glauben, dass dies zur Kaschierung dient, doch diese Annahme ist trügerisch. Tatsächlich kann dies visuell das Gegenteil bewirken. Steht zu eurer Körperform und lasst derartige Kaschierungsversuche sein. Ein Bauchnetz, eventuell mit Strasssteinchen, ist weitaus vorteilhafter und schmeichelhafter.

Bauchtanz lernen

Herzlich willkommen auf meinem Blog „Bauchtanz lernen“. Hier findest du hilfreiche Tipps und Anregungen, die dir den Einstieg erleichtern sollen.
Blume

Unterricht

Bauchtanz bedeutet weit mehr als nur Hüftbewegungen. Der Tanz erfordert eine korrekte Erlernung, nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, denn falsch ausgeführte Bewegungen könnten dem Körper schaden. Das gesamte Tanzgefüge hängt von präzise ausgeführten Bewegungen ab. Sobald du den Unterschied verinnerlicht hast, wirst du anhand der Tänzerin erkennen können, ob sie das „Können“ beherrscht oder nicht.

Aus diesem Grund ist es essenziell, eine qualifizierte Lehrperson zu finden, unabhängig vom Geschlecht (ja, auch Männer lehren Bauchtanz). Die beste Vorgehensweise besteht darin, Probestunden in verschiedenen Tanzstudios zu nehmen, oft sind diese auch kostenlos. Deine Wahl sollte auf das Studio fallen, in dem du das Gefühl hast, dass Wert auf korrekte Haltung und Gesundheitsaspekte gelegt wird – dazu später mehr.

Übrigens steht ein professioneller Bauchtanzunterricht einem Fitnessprogramm in nichts nach. Der Vorteil liegt darin, dass er für jedes Alter und jede Figur geeignet ist.

Kleidung

Für den Anfang genügt es, bequeme Sportkleidung zu tragen. Je nach Bodenbelag eignen sich verschiedene Schuharten. Persönlich bevorzuge ich Jazzschuhe mit geteilter Sohle. Ein Hüfttuch sollte ebenfalls nicht fehlen, und schon ist deine Ausrüstung komplett.

Bauchtanz lernen

Hier möchte ich dir einige Hinweise geben, anhand derer du erkennen kannst, ob es sich um ein qualitatives Studio handelt. Bitte versuche nicht, den Tanz über Nacht zu erlernen, auch wenn du es noch so sehr wünschst. Eine gründliche und solide Grundausbildung bildet das Fundament.

Der Unterricht sollte mit angemessenen Aufwärmübungen beginnen und mit einem abschließenden Cool-down enden. Der/die Lehrer/in sollte stets auf die korrekte Ausführung der Übungen achten und gegebenenfalls Korrekturen vornehmen.

Hier sind einige Punkte, auf die du besonders achten solltest:

  • Achte darauf, dass dein Kopf stets eine Linie bildet und sich während der Bewegungen nicht auf und ab bewegt.
  • Beim Plié (dem leichten Beugen der Knie) tendieren Frauen oft dazu, die Knie nach innen zu neigen (X-Position). Vermeide dies unbedingt! Gewöhne dir an, die Knie über den Füßen zu halten.
  • Führe keine Übungen mit gestreckten Beinen aus. Die Beine sollten leicht im Plié positioniert sein.
  • Achte darauf, dass die Übungen unter Berücksichtigung der menschlichen Anatomie klar erklärt werden. Beispielsweise kann der Körper nicht eine Hüfte anheben, ohne dass die andere Seite heruntergeht.
  • Frage den/die Lehrer/in nach seiner/ihrer Tanzerfahrung. Jemand, der nach nur drei Jahren Erfahrung ein Studio eröffnet, mag für den Unterricht nicht wirklich gut vorbereitet sein.

Die Liste könnte weiter ausgedehnt werden, jedoch sind dies einige grundlegende Aspekte, die du berücksichtigen solltest. Sollten diese nicht erfüllt sein, empfehle ich, nach anderen Optionen Ausschau zu halten.

Beachte bitte: Selbstverständlich spielen Alter und individuelle Bedürfnisse eine Rolle. Das Trainingsprogramm sollte dementsprechend angepasst sein, egal ob du 20 oder 50 Jahre alt bist.

Abschließend wünsche ich dir viel Freude beim Tanzen!

Herzliche Grüße, Larissa